Kitzeleien

„Je moet jezelf kietelen, een ander doet het niet.“ (Du musst dich selber kitzeln, ein anderer tut es nicht.) … schrieb sie, die Eine, die mich vor gar nicht langer Zeit mit drei Sträuchern, einer Astilbe und sechs Farnen gekitzelt hatte, nur weil sie sich so drüber freut, von den Grüntönen gekitzelt zu werden. Und […]

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Draußen vor der Tür

Wir haben eine Haustür, worin wir uns nun nicht großartig von unseren benachbarten Mitmenschen unterscheiden. Und genau das ist der Punkt: Ich möchte das auch gar nicht, mich unterscheiden, jedenfalls haustürmäßig. Und doch tu ich’s. Was früher nicht so war, denn früher hatte das einfach mal eben so meine Mutter in ihre kundigen, kreativen und […]

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Tigerschnegelfell

Ahnungslos schritt ich meines hölzernen Weges und sah es zum allerersten Mal: Dieses Tier, das einem den Atem raubt, wenn man seines Weges schreitet und nicht im Entferntesten erwartet, irgendwann in seinem Leben auf so was zu stoßen, geschweige denn heute. Den Tigerschnegel. Ich kniete nieder, um genauer zu betrachten, hielt meine Hand daneben und […]

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Feige Gedanken

Und so denkt man aus wolkenlosem Himmel an Alexander Pope, ganze … wartet… muss eben mal rechnen (und drei sind zwanzig und …) ganze 27 Jahre später. Was ich wohl gedacht hätte, wenn man mir vor diesen vielen Jahren einen Zettel zugesteckt hätte, auf dem eben dieser Satz in meiner eigenen Handschrift gestanden wäre? Beinahe […]

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Hörbar

Die Kirchturmuhr hatte vor einem Weilchen neun Uhr geschlagen, ich schaute in den provisorischen Velociraptorenstall, wünschte leise sangsingend den eingemummelten Mädels auf der Sitzstange gute Nacht, ließ die Tür sachte ins Magnetschloss klicken, drehte mich um und erblickte dabei die Nachtkerze. Letztes Jahr wuchs an dieser Stelle – mitten im Eingang zu den Kompostjungs – […]

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Neunzig Prozent

Angefangen hatte alles mit den beiden Arisaemas. Die kamen nämlich nicht. Gut, „nicht kommen“ ist bei diesen Klodeckeln ja so eine Sache. Die legen bekanntlich viel Wert darauf, einen aufsehenerregenden Auftritt hinzulegen, indem sie erst dann aus der Erde schauen, wenn alles andere schon längst draußen ist. Bis Anfang Juni kann man den Satz „die […]

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Mut zur Lücke

„Habe Hoppel gerade gesagt, erst jetzt, wo der Fingerhut zu blühen beginnt, hätt ich das Gefühl, einen richtigen Garten zu haben. Hab mich gleich selber überrascht + mir dann sofort zugestimmt. Wobei ich schon anmerken muss, dass der Fingerhut ohne das ganze Drumrum natürlich auch nicht so erhebend wäre.“ Gartentagebuch-Eintrag vom 19. Mai 2006 Diesen […]

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Vergleichungen

Manchmal habe ich nicht nur eine, sondern gleich zwei Schnirkelschnecken auf den Augen. Und manchmal bleiben die jahrelang drauf, bis mal eine von beiden wegkriecht, begleitet von einem laut ausgestoßenen Aha. Gärtner sind Menschen und Menschen neigen dazu, sich mit anderen zu vergleichen, die dasselbe oder zumindest etwas sehr Ähnliches machen. So gesehen sind Gemüsegärtner […]

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Geduldsfäden

Ein Garten, so sagt man, lehre uns Geduld. Mit Verlaub: Dies ist Blödsinn und ein unerträglich törichter noch dazu. Und wenn man ihn mit Kreuzstich auf ein schönes Tuch gestickt und eingerahmt im Geräteschuppen aufhängt oder in ein hübsch aufgemachtes Büchlein mit Lebensweisheiten packt – am liebsten noch mit Rosenblütenmotiven, denn Geduld bringt ja bekanntlich […]

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Strauchdiebe

Sträucher haben mich über erstaunlich lange Zeit weder tang- noch fasziniert. Irgendwie gab es die nicht in meinem Garten und weniger noch in meinem sehnenden Wollen. Mir stand und lag der Sinn nach Staudigem, nach Bückgut, nach Tüddel-Kille-Kille, nicht nach sperrigem Geäst, in dem sich mein Haupthaar heillos verhedderte und das mich mit blutigen Striemen […]

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